Bildungsraum Nordwestschweiz

Die Nordwestschweizer Kantone wollen bei der Schulharmonisierung in wichtigen Punkten weiter gehen, als dies das HarmoS-Konkordat vorschreibt. Zu diesem Zweck haben Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Solothurn 2009 den Bildungsraum Nordwestschweiz gegründet. Sie haben diese Zusammenarbeit 2013 in einer Regierungsvereinbarung bekräftigt und konkretisiert.

Ziele

Die vier Kantone wollen die Qualität und die Wirksamkeit ihrer Bildungssysteme steigern. Dazu sprechen sie Entwicklungsthemen gemeinsam ab und erarbeiten die entsprechenden kantonalen Vorlagen gemeinsam. Zudem vertreten sie die Interessen gegenüber Bund und in der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) gemeinsam.

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Themen der Kooperation

In der Zusammenarbeit auf Volksschulstufe stehen folgende Themen im Vordergrund:

  • Massnahmen zur Rekrutierung neuer Lehrpersonen. Seit 2011 gibt es für erfahrene Berufspersonen die Möglichkeit, in den Lehrberuf quer einzusteigen.
  • Einführung des Deutschschweizer Lehrplan 21
  • Einführung von Checks zur individuellen Standortbestimmung und zum Vergleich der Leistungen in der ganzen Nordwestschweiz. Die Checks werden durch eine Aufgabensammlung ergänzt.
  • Einführung eines gemeinsamen Volksschulzertifikats am Ende der Sekundarschule.
  • Verstärkung der Koordination im Bereich der Lehrmittel. Zur Lehrmittelevaluation verwenden alle vier Kantone LEVANTO, ein interkantonales Instrument der Interkantonalen Lehrmittelzentrale.

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Kooperation der beiden Basel

Die Bildungsdepartemente beider Basel wollen ihre Zusammenarbeit noch weiter vertiefen und haben im Januar 2011 in einer bikantonalen Absichtserklärung Themen und Ziele festgelegt. Sie wollen zum Beispiel identische Stundentafeln einführen, die Übertrittsbedingungen angleichen und die Weiterbildung der Lehrpersonen koordinieren.

Bikantonale Absichtserklärung (PDF, 104 KB)

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