Obligatorische Deutschförderung

Deutschkenntnisse sind wichtig für einen erfolgreichen Start in die Schule und die Integration. Kinder, die kein oder nur ganz wenig Deutsch sprechen, müssen daher im Jahr vor dem Kindergarteneintritt obligatorisch mit dem Deutsch-Lernen beginnen. Sie besuchen an mindestens zwei halben Tagen pro Woche eine Spielgruppe mit Deutschförderung, ein Tagesheim oder eine Tagesfamilie.

Wie werden die Deutschkenntnisse bestimmt?

Alle Eltern erhalten eineinhalb Jahre vor dem Kindergarteneintritt einen Fragebogen. Diesen gibt es in zwölf Sprachen. Mit dem Fragebogen können Eltern die Deutschkenntnisse ihres Kindes einschätzen, auch wenn sie selber kein Deutsch sprechen. Der Fragebogen muss von allen Eltern ausgefüllt und zurückgeschickt werden. Danach werden die Eltern schriftlich über das Ergebnis und das weitere Vorgehen informiert.

Fragebogen online bestellen

Was müssen Eltern tun?

Wenn die Auswertung zeigt, dass ein Kind kein oder zu wenig Deutsch spricht, wird es zur Deutschförderung verpflichtet. Die Eltern bestimmen dann, ob ihr Kind eine Spielgruppe, ein Tagesheim oder eine deutschsprachige Tagesfamilie besucht. Die meisten Eltern melden ihr Kind zum Deutsch-Lernen in einer Spielgruppe an. Sie suchen selber einen geeigneten Platz. Es gibt Vermittlungsstellen, die dabei helfen. Sobald die Eltern einen Platz gefunden haben, lassen sie sich diesen bestätigen und schicken den ausgefüllten Nachweis ein. Den personalisierten Nachweis erhalten die Eltern per Post, in deutscher Sprache. Eine englische Übersetzung des Nachweises finden Sie unten.
In der MapBS oben rechts sind beim Thema „Gesellschaft, Kultur unter der Rubrik „Bildung und Betreuung“  alle Spielgruppen mit früher Deutschförderung im Stadtplan ersichtlich.

Spielgruppen mit Deutschförderung – Adressliste nach PLZ

Vermittlungsstellen

Nachweis - proof of attendance

Wer trägt die Kosten?

Entscheiden sich die Eltern für eine Spielgruppe, übernimmt der Kanton die Kosten für zwei halbe Tage pro Woche (à 2½ bis 4 Stunden). Für andere Einrichtungen wie Tagesheime oder Tagesfamilien gelten andere finanzielle Regelungen. Nähere Auskunft erteilen die zuständigen Kontakt- und Vermittlungsstellen.

Rechtliche Grundlagen

Eine obligatorische Deutschförderung vor dem Kindergarten gibt es in der Schweiz bisher nur in Basel-Stadt. Sie ist im Schulgesetz und in der «Verordnung über die sprachliche Förderung in Deutsch vor der Einschulung» geregelt. Eine Studie der Universität Basel zeigt, dass das Obligatorium wirksam ist.

Gesetzliche Grundlage

Befragung von Spielgruppenleitenden

Befragung 2017/18

Kurzbericht 2017/18